20.07.2020

Im Gespräch mit Susanne Gold

Interview mit Susanne Gold, Zukunfts- und Trendforscherin, Herausgeberin des internationalen Zukunfts- und Wissenschaftsmagazin „Utopiensammlerin“ & Erfinderin bei Siemens

Das Motto des Corporate Culture Jams am 29./ 30. September 2020 in Düsseldorf ist AUFBRUCH IN DIE ZUKUNFT – MUTIGE WEGE INS NEUE

Was bedeutet das für Dich in Deiner täglichen Arbeit?

Es bedeutet für mich vor allem genau das - Mut: Mut, seine Kreativität zu entdecken und Ideen und Konzepte auch zu kommunizieren. Jeder Weg zum Erfolg ist gepflastert mit Misserfolgen. Darum trauen sich viele Menschen erst gar nicht, sich auf den Weg zu machen. Ich arbeite hauptsächlich mit Forschern und Entwicklern zusammen. Forschung ist grundsätzlich zukunftsgewandt. Hier untersucht man Sachverhalte der Gegenwart, um eine Lösung für die Zukunft zu entwickeln. Scheitern und Misserfolge gehören immer dazu. In der täglichen Arbeit sind daher neben dem Mut, Dinge völlig neu zu denken, Geduld und Beharrlichkeit wichtigen Variante eines späteren Erfolges.

Du beschäftigst Dich viel mit Zukunftsbildern und Utopien, hat sich in der letzten Zeit Dein Blickwinkel verändert?

Ja, das hat er. Als ich den Zukunfts- und Wissenschaftsblog gründete, ahnte ich nicht, wie viele Querköpfe verschiedenster Bereiche sich bereits weltweit auf den Weg gemacht haben, diese neu zu gestalten. Viele Menschen sind bereits in Resonanz gegangen mit den Technologien unserer Zeit und wollen diese dazu nutzen, die Welt besser zu machen. Es gibt viele Utopien in der Welt und ich entdecke sie, fühle mich eingebunden und aufgehoben in dieser Bewegung des Aufbruchs in eine neue und bessere Welt.

Was sind für Dich mutige Schritte ins Neue in der Unternehmenskultur?

Mut wird beiden Seiten abverlangt:  Arbeitgeber und Arbeitnehmer!
Der Arbeitgeber muss Vertrauen haben in die Schaffenskraft, die sich entwickeln kann, wenn er den Raum dazu bietet und nicht ausschließlich auf Effizienz und Ergebnisse pocht. Er muss den Mut haben, auch das Scheitern seiner Arbeitnehmer in die Unternehmenskultur zu integrieren. Das ist sehr schwer, weil so eine Haltung den Arbeitgeber in besonderem Maße immer auch ein Risiko darstellt.
Der Arbeitnehmer muss den Mut haben, auch die „blöden Ideen“ laut auszusprechen, ohne dafür verlacht zu werden. Nur in einer Umgebung, die von Vertrauen geprägt ist, können völlig neue Konzepte entstehen, die eine Unternehmen innovativ und gleichermaßen resilient machen werden.

Dein Vortragstitel lautet: KI: WAS WIR IN ZUKUNFT AN UNSEREM ARBEITSPLATZ KÖNNEN MÜSSEN. Kannst Du in kurzen Worten zusammenfassen, was unsere Teilnehmer erwartet?

Die Teilnehmer werden erfahren, wie sie sich in einer KI-getriebenen Arbeitswelt positionieren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben und nicht „zur Klasse der Nutzlosen“ zu gehören, wie es der Historiker Harari in seinem Buch „Homo Deus“ formuliert.

 

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